…wenn der Bus von Westerfilde nach Castrop-Rauxel fährt.

Die Grünen Castrop-Rauxel und im Stadtbezirk Mengede hatten einen historischen Bahnbus gechartert, der die Strecke von Westerfilde nach Castrop-Rauxel im 20-Minuten-Takt bediente.
Wir haben anhand der Fahrstrecke deutlich gemacht, wie nötig städteübergreifender öffentlicher Nahverkehr ist.
An dieser spektakulären Aktion haben die grüne Dortmunder OB – Kandidatin, Daniela Schneckenburger, der von den Grünen unterstützte überparteiliche Bürgermeisterkandidat, Manfred Fiedler, und der stellv. Verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion NRW, Johannes Remmel, teilgenommen.

Warum diese Aktion?
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist bedingt durch die Aufsplitterung in viele Verkehrsgesellschaften und Kirchturmdenken der Städte bis heute nicht in der Lage, im Ruhrgebiet stadtübergreifend gute Anbindungen sicher zu stellen. Ein Beispiel dafür sind die Stadtteile Bodelschwingh – Westerfilde in Dortmund, die unmittelbar an die Stadt Castrop-Rauxel angrenzen. Eine direkte Busverbindung existiert nicht – große Umwege müssen zur Erreichung nahe gelegener Ziele in Kauf genommen werden. Eine Zumutung.
Die Vorteile einer Buslinie von Westerfilde nach Castrop-Rauxel

  1. Castrop Münsterplatz und Westerfilde U/S-Busbahnhof
    als jeweilige Endhaltestellen sind wichtige Verkehrsknotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs. Mit einer direkten Verknüpfung ergeben sich sehr gute Anbindungen in viele unterschiedliche Richtungen und weitere Stadtteile der Städte und Region. Ohne Probleme wären nun beispielsweise auch Fahrten von Castrop – Schwerin über Dortmund-Westerfilde nach Dortmund -Nette möglich oder von Dortmund – Westerfilde über Castrop-Münsterplatz nach Bochum – Gerthe.
  2. Halbierung der Fahrtzeit
    Im öffentlichen Nahverkehr könnten sich Fahrtzeiten deutlich reduzieren lassen: Auf der direkten Strecke sind z.Zt. für die Distanz von 5,1 km Luftlinie ein Fahraufwand mit dem Bus von 40 Minuten Fahrt mit Umstieg in Merklinde notwendig! Samstags müssen dafür sogar 53 Minuten eingeplant werden. Die von uns vorgeschlagene Buslinie reduziert die reine Fahrtzeit auf 20 Minuten – also mindestens eine Halbierung des Zeitaufwandes!
    Durch die verbesserten Umstiegsmöglichkeiten ergeben sich auch bei Weiterfahrt zu angrenzenden Zielen deutliche Zeitvorteile.
  3. Verbesserung der Nahanbindungen und Lebensqualität
    Der kath. Friedhof an der Schlossstraße, auf einer Anhöhe gelegen, lässt sich fußläufig (vor allem von älteren Menschen) nur sehr schlecht erreichen. Eine Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr existiert nicht. Viele Westerfilder und Bodelschwingher haben dadurch Schwierigkeiten, ihrer verstorbenen Angehörigen zu gedenken.
    Gleichzeitig gibt es mit dem Schloßpark Bodelschwingh, dem Bodelschwingher und dem Rahmer Wald schöne Naherholungsgebiete, die nun auch für Castroper Bürger*innen gut erreichbar wären. Im umgekehrten Fall sind für die Bodelschwingher und Westerfilder die Einkaufsmöglichkeiten auf Schwerin und in der Altstadt Castrops durchaus attraktiv.
  4. GRÜN ist Mobiltät ohne Grenzen – unser Vorschlag: ein konkretes Beispiel
    Wir machen den öffentlichen Nahverkehr schneller, komfortabler und bezahlbar. Wir wollen in der Metropole Ruhr ein Ticket, ein Netz. Schüler*nnen, Auszubildende, Studierende und Freiwilligendienstleistende sollen gratis mit Bus & Bahn in der Metropole Ruhr fahren.
    2000 Kilometer neue Radwege und neue Nahverkehrs-Verbindungen, vor allem an den Stadtgrenzen, sind dringend erforderlich. Eine Buslinie von Castrop-Rauxel nach Dortmund-Westerfilde wäre ein wichtiger Lückenschluss und ist ein konkretes Beispiel für die von uns angestrebte Mobilitätswende.

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