Grüne sehen in Kastration von Katzen einen Beitrag zum Tierschutz

Die Grünen in Castrop-Rauxel unterstützen ausdrücklich den Vorstoß der Tierfreunde Castrop-Rauxel zur Kastrationsaktion von Katzen. Wie berichtet, will der Verein geringverdienende Katzenbesitzer mit einem Gutschein für die Operation zur Kastration Ihrer Haustiere bewegen.

„Nicht erst seit der Diskussion um die Jagdgesetzgebung ist das Thema der großen Katzenpopulation in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt“, führt Bert Wagener, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Castrop-Rauxel, aus. „Eine Kastration der Katzen führt dazu, dass das Problem der wachsenden Katzenpopulation ernstgenommen und angegangen wird. Diese hat das Ziel, das Flächendeckende Problem des Katzenelends bei der großen Zahl an streunenden Katzen zu mildern und schafft bei den Haltern für diese Problematik ein Bewusstsein.“

Ursula Mintrop (Sprecherin des Stadtverbandes der Grünen in Castrop-Rauxel) ergänzt, „dass es für die Grünen auch vorstellbar ist, eine Tierschutzverordnung für Castrop-Rauxel zu erlassen, nach der die Katzenhalter verpflichtet sind, ihre Tiere mit Freigang kastrieren“.

Bereits weit mehr als 50 Städte haben eine solche Verordnung mittlerweile verabschiedet.

Ursula Mintrop weiter zu dem Thema:

„Ich habe es sehr begrüßt, dass  die Tierfreunde Castrop-Rauxel wie die Presse berichtete eine Aktion zur Katzen-Kastration planen. Denn die anwachsende Katzenpopulation stellt die Kommunen vor große Probleme. Die Tierheime sind überfüllt. Mancherorts wird von „Katzenschwemme“ gesprochen. Tausende von herrenlosen Katzen streifen in Deutschland durch Straßen, Parks und Hinterhöfe. Die Fortpflanzung dieser Katzen ist jedoch unkontrolliert. Eine unkastrierte Katze kann sich 2 – 3 mal im Jahr fortpflanzen. Das Schicksal der Jungtiere ist ungewiss. Sie haben ein hartes und entbehrungsreiches Leben vor sich, das geprägt ist von Hunger, Krankheit, Kälte und ständiger Fluchtbereitschaft. Oft können sie mangels Futter nicht überleben. Unkastrierte Freigänger-Katzen verschärfen diese Problematik ständig weiter. “

Um das Problem der anwachsenden Katzenpopulation einzudämmen und das Leid heimatloser Katzen zu vermindern, schlägt der Deutsche Tierschutzbund schon seit längerem eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen vor. Inzwischen haben 72 Städte und Gemeinden in NRW und 173 in Niedersachsen ihre Kommunalverordnungen entsprechend geändert. Eine Liste dieser Städte und Gemeinden kann auf der Homepage des Deutschen Tierschutzbundes e.V. eingesehen werden.

„Wir als grüner Stadtverband Castrop-Rauxel würden einen solchen Vorschlag für Castrop-Rauxel unterstützen.“ betont Ursula Mintrop abschließend.

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