Quelle: stockata.de

Tierfreunde Castrop-Rauxel und Bündnis 90/Die Grünen kooperieren bei Katzen-Kastrations-Aktion

In diesem Jahr bieten die „Tierfreunde Castrop-Rauxel“ erstmals ihre Katzen-Kastrations-Aktion in Kooperation mit dem Stadtverband der Grünen an.  Am Freitag 08.12.2017 können ab 18 Uhr in der Geschäftsstelle der Grünen in der Altstadt (Lambertusplatz 1) die verbilligten Gutscheine für die Kastrationen erworben werden.  Das Angebot richtet sich an  Geringverdiener/-innen, Hartz4-Empfänger/-innen,  Aufstocker/-innen, Rentner/-innen, Studenten/-innen und Wohngeldempfänger/-innen (entsprechende Nachweise sind vorzulegen). Anstatt der eigentlich fälligen Gebühren von bis zu 130 Euro für die Kastration einer Katze bzw. bis zu 80 Euro für einen Kater kann das Team von „Tierfreunde Castrop-Rauxel“ die Gutscheine durch den Einsatz von Spendengeldern für 70 € bzw. 50 € abgeben.

„Seit dem  Juli 2017 ist die neue Gebührenverordnung für Tierärzte in Kraft getreten. Tierärzte mussten diese  schnellstmöglich umsetzen. Damit stiegen erstmals seit neun Jahren die tierärztlichen Gebühren: der sogenannte Einfachsatz (1,0-fach) der Gebührenordnung für Tierärzte-Leistungen um zwölf Prozent; die Sätze für tierärztliche Bestandsbetreuung von Nutztieren um 30 Prozent.“ betont Thomas Plauck von Tierfreunde Castrop-Rauxel. „Wir machen diese Aktion“, so Plauck weiter, „weil die Kastration die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode ist, um die Population der Streunerkatzen einzudämmen. Dabei reicht es nicht, nur die Streuner zu kastrieren, auch jeder Katzenhalter sollte seine Katze kastrieren lassen.“

Jeder kann sich bereits vorab melden unter: info [at] tierfreunde-castrop-rauxel [dot] de oder Telefon: 0171/3362110

Das Angebot der Tierfreunde Castrop-Rauxel ist aus Sicht des Stadtverbands der Grünen eine gute Sache, da die anwachsende Katzenpopulation die Stadt vor große Probleme stellt. Unzählige herrenlose Katzen streifen durch Straßen, Parks und Hinterhöfe. Die Ursachen liegen auf der Hand: Freilaufende und ausgesetzte Hauskatzen vermehren sich ungehindert, den Nachwuchs will kaum jemand haben, selbst in Tierheimen finden solche Katzen keinen Unterschlupf mehr. Die Fortpflanzung dieser Katzen ist unkontrolliert. Eine unkastrierte Katze kann sich 2 – 3 mal im Jahr fortpflanzen.

Ursula Mintrop, Vorstandssprecherin der Grünen dazu: „Wir beteiligen uns an der Kastrationsaktion, um das Problem der anwachsenden Katzenpopulation einzudämmen und das Leid heimatloser Katzen zu vermindern.  Für uns ist das eine wichtige Tierschutz-Aktion, denn das Schicksal der unkontrolliert geborenen Jungtiere ist ungewiss. Sie haben ein hartes und entbehrungsreiches Leben, das geprägt ist von Hunger, Krankheit, Kälte und ständiger Fluchtbereitschaft. Oft können sie mangels Futter nicht überleben.“

Inzwischen haben viele Städte und Gemeinden in NRW ihre Kommunalverordnungen geändert und schreiben die Kastration von Katzen zwingend vor. In Castrop-Rauxel haben die Ratsfraktionen im Sommer 2016 lediglich eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, ihre Katzen kastrieren zu lassen.

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