Quelle: stockata.de

Stellungnahme zur Bürger/-innen-Versammlung in Pöppinghausen am 06.12.18

Ulrich Werkle, Ratsmitglied für Bündnis90/Die Grünen, schreibt:

Es war schon eine beeindruckende Bürger/-innen-Versammlungam 6. Dezember in Pöppinghausen. Nicht nur wegen der regen Beteiligung (das „Center Pöppinghausen“ platzte aus allen Nähten). Sondern auch wegen der sachlichen Art, in der über ein Thema gesprochen wurde, das gerne mal die Emotionen hochkochen lasst: Es sollen (im Rahmen der Energiewende) Hochspannungsleitungen, die direkt über den Häusern verlaufen, auf 380 kV aufgerüstet werden. Und das ist durchaus eine Zumutung, wenn man z.B. Folgendes weiß:

  • „In einigen epidemiologischen Studien zeigte sich ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen des Nervensystems wie beispielsweise die Alzheimer-Erkrankung. (…) Bei Kindern fanden dagegen mehrere epidemiologische Studien ein erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken, wenn die Kinder dauerhaft überdurchschnittlich hohen, aber unter den Grenzwerten liegenden Magnetfeldern ausgesetzt waren.“ (Bundesamt für Strahlenschutz)
  • Wegen der Gesundheitsgefahr dürfen neue 380-kV-Trassen nicht mehr über bestehende Wohnhäuser geführt werden. (Sind Bewohner von Häusern unter bestehenden Trassen immun gegen diese Gefahren?)
  • Der in Deutschland geltende Grenzwert von 100 Mikrotesla liegt 100fach über dem Schweizer Grenzwert. (Sind Deutsche gegenüber Magnetischen Feldern robuster als Schweizer?) Weitere Grenzwerte: Italien 0,5 Mikrotesla, Schweden 0,2 Mikrotesla.

Gelöst werden kann das Problem durch die Verlegung von Erdkabeln oder durch die Verlegung der Trassen mit einem entsprechenden Abstand zu den Wohnhäusern. Das mag für Amprion etwas teurer sein, aber das Geld ist gut investiert in die Gesundheit der Menschen und in die Akzeptanz der Energiewende, die auf der Versammlung übrigens nicht in Frage gestellt, sondern begrüßt wurde.


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