Das nächste unrühmliche Kapitel um Steinkohlekraftwerk Datteln IV

Die Geschichte um den bereits seit dem Jahr 2007 im Bau befindliche und zwischenzeitlich gestoppten Kraftwerksneubau Datteln IV geht weiter.

Die Grünen in Castrop-Rauxel haben gehofft, dass im Genehmigungsverfahren ein Stop des Neubaus endgültig erreicht werden kann.

Mit Bestürzung hat Bert Wagener (Fraktionsvorsitzender im Castrop-Rauxeler Stadtrat) zur Kenntnis genommen, dass nunmehr zumindest die immissionsschutzrechtliche Genehmigung der Bezirksregierung Münster erteilt worden ist. Dies zeichnete sich bereits im März 2016 ab.

Bert Wagener sagte in einer ersten Reaktion zu, in Kontakt mit Klageberechtigten zu treten und zu unterstützen. „Das Ganze ist für uns eine unfassbare Posse“, führt Wagener aus.

Bekanntermaßen wird das Kraftwerk, dessen Fertigstellung für 2011 geplant war, über 8 Mio Tonnen Co2 pro Jahr ausstoßen.

Obwohl sich die Rahmenbedingungen für das Kraftwerk geändert haben, hält Eon/Uniper an der Fertigstellung fest. Ursprünglich war das Kraftwerk als Ersatzkraftwerk für längst stillgelegte Kraftwerke geplant. Darüber hinaus sollten von den 1100 MW Elektroleistung 413 MW als Bahnstrom geliefert werden. Die Bahn läuft mittlerweile weitgehend mit Ökostrom. Zu beachten ist ferner, dass für die 1100 MW elektrische Leistung aufgrund des geringen Wirkungsgrades 2400 MW Kohle verfeuert werden müssen, diese soll– entgegen den ursprünglichen Planungen – auch nicht mehr aus heimischer Kohle kommen, sondern wird unter immensem Aufwand aus dem Ausland importiert.

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