„Viele Zahlen und Ergebnisse für das gesamte Stadtgebiet sowie jede Menge Diskussionsstoff bietet das vorliegende Mobilitätsgutachten. „ führt Udo Weber, Grüner Umweltausschussvorsitzender aus.
„In der öffentlichen Diskussion wird das Mobilitätsgutachten zunehmend auf eine einzige Zahl beschränkt, die Entlastung der Gerther Straße um 3500 Fahrzeugen pro Tag, falls die Umgehungsstraße L654n durch das Landschaftsschutzgebiet Wagenbruch gebaut wird.“ so Weber weiter.
Dr. Bert Wagener, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der Grünen in Castrop-Rauxel ergänze, dass es aus grüner Sicht deshalb dringend notwendig ist, die Zahlen zur Gerther Straße differenziert zu betrachten. Die Belastung der Anwohner entsteht aber im wesentlichen durch den LKW Verkehr aus dem Bochumer Gewerbegebiet Dieselstraße. Der heutige Durchgangsverkehr ist mit 3664 Fahrzeugen pro Tag als eher gering einzustufen. Selbst die 6983 Fahrzeuge an der Einmündung zur B235 gelten unter Straßenplanern für eine solche Straße als geringe Belastung. Erst ab ca. 16.000 Fahrzeugen sprechen diese von einer Überlastung.
Wagener führt daher aus, dass als kurzfristige aber dennoch nachhaltige Maßnahmen deshalb dringend Schritte zur Verringerung der Belastung durch den LKW Verkehr auf der Gerther Straße erforderlich sind. Ein Nachtfahrverbot und eine Tempo-Reduzierung auf 30 km/h für LKW sind auch auf Landesstraßen möglich und sind die einfachste und schnellste Maßnahme zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner. weiterlesen »
Mobilitätsgutachten differenziert betrachten
Grüner aus Castrop-Rauxel stellt sich in Dorsten und Gladbeck zur Wahl
Auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen am 10.02.2010 wurde der Castrop-Rauxeler Andreas Kemna zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 71 (Dorsten/Gladbeck) gewählt. Der 30jährige Justizvollzugsbeamte vertritt die Grünen bisher als Sachkundiger Bürger im Umweltausschuss der Stadt Castrop-Rauxel. Die Sozialpolitik stellt einen weiteren seiner Schwerpunkte dar. Andreas Kemna verspricht einen engagierten Wahlkampf und ist sich sicher: „Wir werden kreisweit ein gutes Ergebnis einfahren. Mit uns wird die Ablösung von SchwarzGelb möglich.“
Grüner Jahreseinstieg am 20.2.10 mit MdL Johannes Remmel
Die Grünen in Castrop-Rauxel jedes Jahr einen Jahreseinstieg mit einer BIO Weinprobe und der Verköstigung von Biosnacks aus.
Verschiedene Bundes- und Landespolitiker, sowie der Landesvorstand, waren schon bei dieser Veranstaltung.
Neben einem allgemeinen Austausch stehen regelmäßig lokale und überregionale Themen auf der Tagesordnung.
Zu dem diesjährigen Jahreseinstieg konnten wir den parlamentarischen Geschäftsführer der Grünen Landtagsfraktion und MdL Johannes Remmel gewinnen.
Ein Thema mit besonderem Bezug zur Landespolitik und der Tätigkeit von Johannes Remmel als umweltpolitischer Sprecher ist der geplante
Neubau der B474n und die
Industriallisierung der Rieselfelder (newpark) sowie auf Landesebene
der Bau der L654n.
Diese werden vor Ort kontrovers diskutiert und seitens der Grünen abgelehnt. Hierzu ist es von Interesse, Informatinen über politische Hanlungsmöglichkeiten zu erhalten.
Darüber hinaus sind sicherlich auch die Themen EON Kraftwerk Datteln und Gemeindefinanzierung von Interesse.
Wir freuen uns, alle Interessierten,
am 20.02.2010 ab 18 Uhr im Bürgerhaus Leonhardstraße in Castrop-Rauxel
begrüßen zu können.
„Park“autobahn
Die Autobahn A 42 ist eine vielbefahrene Straßenverbindung zwischen dem Autobahnkreuz Castrop-Rauxel-Ost und Oberhausen. Sie führt durch das dicht besiedelte nördliche Ruhrgebiet. Laut Ministerium fahren hier täglich ca. 80.000 Fahrzeuge. Ein Vergleich mit einem Verkehrsweg aus der Römerzeit hinkt also gewaltig.
Deshalb ist den Belastungen für die Anwohner Rechnung zu tragen. Dichte Bepflanzung schützt nun einmal wenigstens eingeschränkt vor Schadstoffen, Lärm und Sicht auf vorbeifahrende Fahrzeuge. Zusätzlich sind weitere Schutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände notwendig. Eine Studie des Gesundheitsministeriums in NRW kam 2006 zu dem Ergebnis, dass Anwohner viel befahrener Straßen ein knappes Jahr früher sterben als Menschen, die weiter entfernt leben.
In der Tat hatten sich die BürgermeisterInnen der betroffenen Städte für eine andere Gestaltung der A 42 ausgesprochen – zu vermuten ist in Unkenntnis der Folgen. Mittlerweile haben mehrere Städte davon wieder Abstand genommen, u.a. Castrop-Rauxel.
Geplantes Baumsterben an der A42
Vor rund 30 Jahren begannen die Grünen als 1. Umweltpartei unbequem und belächelt ihre politische Arbeit. Wir führten allen vor Augen, dass verantwortungslos mit unserer Erde umgegangen wird. Langsam aber sicher haben die meisten Mitmenschen erkannt, dass wir unsere Umwelt besonders schützen müssen, damit wir sie wenigstens einigermaßen bewohnbar an die folgenden Generationen weitergeben können.
Was jetzt an der A 42 geschieht könnte glatt glauben machen, dass alle daran Beteiligten - dazu gehören auch die Bürgermeister (innen) der Anrainerstädte - die letzten 30 Jahre verschlafen haben. Man muss nur mal mit offenen Augen die Autobahn entlang fahren oder aber die Ausblicke von den Autobahnbrücken aus „genießen“ . Wie aufeinandergehäufte Leichen nach einem Massensterben liegen die Bäume am Straßenrand und geben den ungeschützten Blick auf die unmittelbar angrenzende Bebauung frei. Viele Bürgerinnen und Bürger kämpfen zu recht vehement für den Erhalt möglichst jeden Baumes in unserer Stadt. Die Bündnisgrünen in Castrop-Rauxel haben uns dafür eingesetzt, dass auf unserem Stadtgebiet keine „Ohrenparks“ an den beiden Auffahrten, durch radikales und hemmungsloses Abholzen der kleinen Wäldchen geschaffen werden - die Pläne waren bereits fertig und die Bagger bestellt. Leider konnten wir nicht verhindern, dass entlang der Autobahn in verwerflichem Umfang abgeholzt wurde.
Wenn man sich das Autobahnkreuz Castrop-Rauxel Ost anschaut, ergibt sich ein Bild des ökologischen Grauens, es scheint, als habe Kyrill ein zweites mal gewütet.
Die gesamte Entwicklung an der Autobahn 42 ist unfassbar – aber folgenreich. Jetzt fehlen zumindest für Jahrzehnte Tausende an Bäumen und damit Schadstofffilter, Lärmfilter, Sichtschutz und Sauerstoffspender mit all den damit zusammen hängenden und spürbaren Folgen für die Einwohner.









